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STATION 02 · Sehenswürdigkeit

Kirche St. Bartholomäus

Backstein, Gewölbe und ein weithin sichtbarer Turm: Die Bartholomäuskirche verbindet mittelalterliche Baukunst mit jüngeren Kapiteln der Wittenburger Geschichte.

Backsteinfassade der Wittenburger Bartholomäuskirche mit hohen Fenstern; links im Hintergrund die Turmspitze zwischen Bäumen.
St. Bartholomäus in Wittenburg – Außenansicht. Aufnahme: 24. Juli 2008. CC BY-SA 3.0; Originaldatei unverändert. Bildquelle und Lizenzlink unter „Quellen und weiterführende Informationen“. · Doris Antony, Berlin

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Allgemeiner Text

Die Geschichte des Ortes

Kirche

Stimme / Aufnahme: Fola

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Vom Rathaus aus machen wir jetzt einen großen Sprung zurück ins Mittelalter. Mit dem Bau der Kirche St. Bartholomäus wurde um 1240 begonnen. Ihre Baugeschichte reicht damit fast 800 Jahre zurück.

Schon von außen lassen sich unterschiedliche Bauzeiten erkennen. Die kleinen Rundbögen unter den Dachkanten gehören zur romanischen Formensprache. Andere Teile zeigen bereits die Gotik. Diese Kirche entstand also in einer Zeit, in der sich die Architektur wandelte. Spätere Generationen haben weitergebaut und verändert; das Sterngewölbe über dem Chor kam beispielsweise erst im 15. Jahrhundert hinzu.

Auf der Seite zum Marktplatz lohnt sich ein Blick auf den Giebel des südlichen Anbaus. Dort sehen Sie eine große Rosette aus kunstvoll geformtem Mauerwerk. Der Namenspatron der Kirche ist der Apostel Bartholomäus, der unter anderem als Schutzpatron verschiedener Handwerksberufe verehrt wurde.

Der weithin sichtbare, rund 65 Meter hohe Turm entstand erst von 1907 bis 1909. Das ergibt einen überraschenden Vergleich: Als das Demmler-Rathaus 1853 eingeweiht wurde, war die Kirche bereits ungefähr 600 Jahre alt. Auf ihren heutigen hohen Turm musste sie damals noch mehr als fünfzig Jahre warten.

Die lange Geschichte des Gebäudes verlief nicht ohne schwere Schäden. Beim großen Stadtbrand von 1657 wurden die Dächer und weite Teile der Inneneinrichtung zerstört.

Im Inneren sind Kunstwerke aus ganz unterschiedlichen Jahrhunderten zu entdecken. Zu den ältesten gehört das bronzene Taufbecken von 1342. Sein Hersteller ist sogar namentlich bekannt: Meister Wilkinus. Ein Gegenstand, der vor fast sieben Jahrhunderten für Taufen geschaffen wurde, steht damit noch heute vor uns.

Auch der geschnitzte Flügelaltar ist mittelalterlich. Er entstand um 1470 oder 1480 und stammt ursprünglich aus Hagenow. Nach Wittenburg kam er erst Anfang der 1950er-Jahre. Das Alter eines Kunstwerks und die Zeit, die es schon in einer bestimmten Kirche steht, können also weit auseinanderliegen.

Zum Schluss lohnt noch einmal der Blick nach oben zur Uhr. Ihre heutigen Zifferblätter wurden erst im Dezember 2023 angebracht; im April 2024 folgte das Schlagwerk. Das alte mechanische Uhrwerk blieb erhalten. Die neue Uhr schlägt zur halben und zur vollen Stunde und schweigt nachts. So hat auch unsere eigene Zeit an dieser alten Kirche eine sichtbare und hörbare Spur hinterlassen.
C

Epoche DDR

Ein Blick auf die DDR-Zeit

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D

FunFakt

Ein überraschendes Detail

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ZUM LESEN & ENTDECKEN

Ein Blick in die Geschichte.

Viele Jahrhunderte unter einem Dach

Nördlich des Marktplatzes erhebt sich die Kirche St. Bartholomäus. Mit ihrem Bau wurde um 1240 begonnen. Sie gehört in die Übergangszeit zwischen Romanik und Gotik: An den Außenwänden lassen sich noch romanische Schmuckformen erkennen, während im Inneren die Gewölbe den Blick nach oben ziehen. [1, 2]

Der hohe Turm wirkt selbstverständlich als Teil der Kirche. Tatsächlich ist er wesentlich jünger als das Kirchenschiff. Der heutige Westturm entstand 1907 und 1908. Die Baugeschichte der Kirche reicht damit vom Mittelalter bis ins frühe 20. Jahrhundert. [1]

Kunstwerke zum Entdecken

Zu den besonderen Ausstattungsstücken gehört die bronzene Taufe von 1342, gegossen von Meister Wilkinus aus Lüneburg. Außerdem sind ein spätgotischer Schnitzaltar aus der Zeit um 1470/1480 und die Kanzel von 1666 erhalten. Die Orgel stammt von Friedrich Wilhelm Winzer und wurde 1848 gebaut. [1, 2]

Wenn die Kirche geöffnet ist, lohnt sich ein stiller Rundgang. Nimm dir Zeit für die unterschiedlichen Materialien: Backstein, Bronze und geschnitztes Holz erzählen jeweils auf ihre Weise von den Menschen, die diesen Raum gestaltet haben. Bitte respektiere Gottesdienste und andere Veranstaltungen. Aktuelle Besuchsmöglichkeiten findest du bei der Kirchengemeinde.
Quellen & Bildnachweise

Die nächste Geschichte wartet.

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